Das Nahrungsmittel Nr. 1 ist bedroht

Die Saarlouiser Stadtwerke sind in Sachen Trinkwasserschutz vorbildlich.

Stets wird kräftig in neue Leitungen und Hochbehälter investiert, die Technik ist auf dem neuesten Stand, das Trinkwasser hat höchste Qualität. Saarlouis hat im Gegensatz zu fast allen deutschen Kommunen kein Nitratproblem und wird deshalb auch die Verbraucher nicht für teure Wassersanierungsmaßnahmen zur Kasse bitten müssen. Das hängt auch damit zusammen, dass schon vor Jahren Flächen in Brunnennähe aufgekauft und aus der landwirtschaftlichen Intensivnutzung genommen wurden. So weit so gut. Selbst in den vom beginnenden Klimawandel geprägte Hitzesommern haben die Saarlouiser ausreichend gutes Trinkwasser zur Verfügung. Noch!

Saarlouiser Trinkwasserbrunnen sollen auf einer Fläche von 30000 m² (3 x der Große Markt) zum Teil erhebliche Mengen von wassergefährdenden Stoffen abgefüllt und gelagert werden. Die Planung, vom Wirtschaftsministerium betrieben und vor der Öffentlichkeit bislang geheim gehalten, soll offenbar erst nach der Kommunalwahl publik werden. Sie ist nicht so chancenlos, wie mancher glaubt. Schon das große Tanklager fand, obwohl mit hohem  Risikopotenzial  behaftet, eine, wenn auch knappe Mehrheit im Stadtrat. Wenn schon, so die Saarlouiser Grünen, sollte eine solche Produktionsstätte am stillgelegten Kraftwerk in Ensdorf verortet werden. Dort gibt es zwar Hafeninfrastruktur, aber keine Trinkwasserbrunnen.

UNGLAUBLICH ABER WAHR: ÖLFABRIK IM WASSERSCHUTZGEBIET?

Aktuell plant eine große Ölfirma eine gigantische Ölproduktionsanlage am Hafen. In Sichtweite der Saarlouiser Trinkwasserbrunnen sollen auf einer Fläche von 30000 m² (3 x der Große Markt) zum Teil erhebliche Mengen von wassergefährden- den Stoffen abgefüllt und gelagert werden. Die Planung, vom Wirtschaftsministerium betrieben und vor der Öffentlichkeit bislang geheim gehalten, soll offenbar erst nach der Kommunalwahl publik werden. Sie ist nicht so chancenlos, wie mancher glaubt. Schon das große Tanklager fand, obwohl mit hohem  Risikopotenzial  behaftet, eine, wenn auch knappe Mehrheit im Stadtrat. Wenn schon, so die Saarlouiser Grünen, sollte eine solche Produktionsstätte am stillgelegten Kraftwerk in Ensdorf verortet werden. Dort gibt es zwar Hafeninfrastruktur, aber keine Trinkwasserbrunnen.

Öltanks

WEITERES RISIKO: DIE GRUBENFLUTUNGEN

Ein weiteres Risiko sehen wir in den Planungen der RAG zum Grubenwasseranstieg. Auch hier können die Brunnen in den Rodener Wiesen betroffen sein. Die Stadtwerke Saarlouis haben bereits Einwendungen gegen das Vorhaben des Konzerns erhoben. Sie befürchten, dass der geplante Anstieg zu einer Verunreinigung der Brunnen mit Salzen und hochgiftigen Chemikalien führen könnte. Das käme Saarlouis teuer zu stehen.

Deshalb: Sorgen Sie für starke Grüne im Stadtrat. Schützen Sie mit uns das Grundnahrungsmittel Nummer eins: Unser Trinkwasser.

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