Rehlinger täuscht die Öffentlichkeit mit Aussagen zur Erweiterung des Gewerbegebiets „Lisdorfer Berg“

Die Grünen im Ortsverband Saarlouis kritisieren die Aussagen von Wirtschaftsministerin Rehlinger, die sie im Zusammenhang mit der Vorstellung des „Masterplans Industrieflächen Saarland 2“ bezüglich einer möglichen Erweiterung des Gewerbegebietes auf dem Lisdorfer Berg getroffen hat. So habe die Ministerin gegenüber der Presse von einer Erweiterungsfläche von 90 Hektar gesprochen, die überhaupt nicht zur Debatte steht und nicht Bestandteil der für April angesetzten Bürgerbefragung ist. Diese behandelt eine mögliche Ausweitung um maximal (!) 50 Hektar. Hierzu erklärt der Ortsverbandsvorsitzende, Hubert Ulrich:

„Mit ihren Aussagen bezüglich einer Erweiterung des Gewerbegebietes am Lisdorfer Berg führt Ministerin Rehlinger die geplante Einwohnerbefragung ad absurdum. Von einer Erweiterungsfläche im Umfang von 90 Hektar war nie die Rede gewesen. Grundlage der Bürgerbefragung war eine Fläche von maximal 50 Hektar. Sollte nun durch die Hintertür tatsächlich eine derart große Ausweitung des geplanten Erweiterungs-Areals vorgenommen worden sein, wäre dies ein handfester Skandal. Treibt die Landesregierung hier womöglich ein doppeltes Spiel gemeinsam mit Oberbürgermeister Demmer und führt die Bevölkerung bewusst hinters Licht? Diese Frage scheint angesichts der Aussagen der Wirtschaftsministerin als durchaus berechtigt.“

Die Grünen erwarten von Ministerin Rehlinger, ihre Aussage umgehend zu revidieren und die Öffentlichkeit transparent zu informieren. „Für uns bleibt weiterhin klar, dass eine Ausweitung des Gewerbegebietes auf den Westteil des Lisdorfer Berges ökologisch und ökonomisch nicht vertretbar ist. In ihrem Masterplan möchte die Landesregierung einen Fokus auf die Wiedernutzung brach liegender Industrieflächen legen. Dann sollte sie hier mit gutem Beispiel vorangehen, und die bereits erschlossene Fläche des ehemaligen Kraftwerks Ensdorf, die zunächst rund 60 Hektar Platz bietet, schnellstmöglich in eine Nutzung überführen. Es ist schlicht widersinnig, Erholungsräume und landwirtschaftliche Flächen, wie wir sie am Lisdorfer Berg vorfinden, ohne Not zu versiegeln, wenn andernorts geeignete Ansiedlungsflächen vorhanden sind, die zudem auch noch verkehrstechnisch hervorragend angebunden sind. Wir brauchen eine zielgerichtete und effiziente Flächenentwicklung, die dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung trägt und den Erfordernissen an den Klima- und Umweltschutz gerecht wird“, so Ulrich abschließend.

Hubert Ulrich

 

 

 

 

Hubert Ulrich

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